Tren Crucero – The Journey – (Video)

21. Dezember 2014 | Von | Kategorie: ° Video, Die Reportage, Südamerika

1. Tag: Quito – Lasso
Unsere Reise entlang der Straße der Vulkane beginnt am Bahnhof Chimbacalle in Quito. Mit einem landestypischen Zug zuckeln wir durch die Vororte der quirligen Stadt bis El Boliche. An der Station „Boliche Recreational Area“ warten bereits die Busse, die uns zum Cotopaxi Nationalpark bringen. Hier kann man bei gutem Wetter die Flora und Fauna kennenlernen oder – wenn die Wolken es zulassen – einen Blick auf den fast 6.000 Meter hohen Cotopaxi werfen. In der Hacienda San Agustín del Callo wird uns das Mittagessen serviert, ohne dass die Lamas uns in die Suppe spucken. Am Nachmittag geht es weiter bis zur Station Lasso, wo Einheimische einige traditionelle Tänze aufführen.

2. Tag: Lasso – Riobamba
Am frühen Morgen fahren wir mit dem Bus zum Bahnhof nach Latacunga. Erster Besichtigungspunkt: der Besuch einer Rosenplantage. Hier erfahren wir viel Wissenswertes über die langstieligen dornigen Schönheiten. Am Nachmittag erreichen wir die Station „Urbina“. Mit 3.606 Metern über dem Meeresspiegel ist sie die höchstgelegene Bahnstation dieser Reise. Da wir die Höhenluft nicht gewohnt sind, steigen wir ganz langsam aus und begeben uns in das Museum „Eismenschen am Chimborazo“. Baltazar Uscha, der letzte Eispicker, der bei Bedarf das Eis vom Vulkanberg Chimborazo holt, erzählt gerne, immer den Daumen nach oben haltend, aus seinem Leben. Danach zuckelt der Zug bis Riobamba.

3. Tag: Riobamba – Huigra
Vom Bahnhof Riobamba starten wir heute mit einer Dampflok. Nach einer Stunde wird in Colta wieder eine Diesellokomotive vor die Waggons gespannt, die auf der nächsten Etappe bis Guamote das Tempo vorgibt. Das Städtchen ist landesweit bekannten für seinen bunten, indigenen Markt. Alausi ist schließlich der Ausgangspunkt für die Fahrt durch die „Nariz del Diablo“, die Teufelsnase. Die Hauptattraktionen ist die Zick-Zack-Streckenführung und die atemberaubende Landschaft. Auf einer Strecke von drei Kilometern werden 200 Höhenmeter überwunden. Ab jetzt geht es nur noch bergab nach Huigra.

4. Tag: Huigra – Durán – Guayaquil
Heute steht ein Besuch in der Gemeinde der Shuar-Indianer auf dem Programm. Das indigene Volk hält trotz der Migration aus dem Amazonas an die Küste an seinen Bräuchen und Traditionen fest. In der Hostería San Rafael nehmen wir unser Mittagessen ein. Bei der anschließenden Besichtigung einer Kakaoplantage gibt es nicht nur Schokolade zum Probieren, sondern wir erfahren auch Interessantes über Anbau und Produktion. Dann verdunkelt sich noch einmal der Himmel: Ab Yaguachi bläst wieder eine Dampflok schwarzen Qualm in die Luft. Sie zieht den Tren Crucero bis Durán – vorbei an Bananen-, Zuckerrohr- und Reisplantagen, die den Charakter der Küstenlandschaft bilden.

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