Ecuador vom Zugfenster aus entdecken – Fotoessay

17. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Die Reportage, Südamerika

tren_crucero_anfangsbildSeit Juni 2013 gibt es wieder eine durchgehende Zugverbindung von der Hauptstadt Quito bis Duran nahe Guayaquil. Es ist kein Regelzug, den Einheimische nutzen. Sie fahren die Strecke lieber für 15 US$ in acht Stunden mit dem Bus. Es ist ein Sonderzug mit dem Namen „Tren Crucero“, der sich einmal wöchentlich für vier Tage auf die Reise von Norden nach Süden oder umgekehrt macht. Auf der 450 Kilometer langen Tour von den Anden zum Pazifik bekommen die Passagiere einen kurzen Einblick in die wechselnde Vielfalt der Natur und in das Leben der Menschen, die in der Anden- und Pazifikregion wohnen. Täglich ändern sich Szenerie und Temperatur – vom gemäßigten, schneefreien Hochlandklima (2.800 Meter über dem Meeresspiegel) bis zum tropischen Pazifikklima fast auf Meereshöhe.


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Die Route führt unter anderem an der historischen Stadt Machachi vorbei. Gibt den Blick auf Ecuadors höchste Vulkane Chimborazo und Cotopaxi frei, wenn sie sich nicht hinter Wolken verstecken. Der höchste Punkt der Strecke ist der restaurierte Urbina-Bahnhof mit über 3.600 Metern. Weiter geht es über die Teufelsnase, bekannt als eine der steilsten Eisenbahnstrecken der Welt.

Durch eine Millionenfinanzierung konnten die Gleise und Bahnstationen innerhalb von vier Jahren größtenteils restauriert werden. Zur Zeit fehlt noch der Abschnitt von Quito bis El Boliche. Hier fährt ein Ersatzzug, da der Tren Crucero für das alte Gleisbett zu schwer ist.

 

Diese Reise wurde in dem hier beschriebenen Ablauf von Lernidee unterstützt

© Axel Baumann

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